BuonGiorno
Heute morgen hatten wir pünktlich um 8:30 ein sehr gutes Frühstück im Speisesaal des Klosters. Müsli mit frischem Obst und eine grosse Tasse Kaffee mit heßer Milch. Wir verabschieden uns mit dem Wunsch, bald mal wieder in einem Kloster zu übernachten.
Hinter der Brücke geht es steil bergauf. Schon bald haben wir einen sehr schönen Blick auf das Kloster von dieser Seite.

Als wir wieder gut in Triit sind und die schöne Stimmung in der Morgensonne uns ergreift, da fragt mich Willi: Kennst Du „Laudate Omnes Gentes“ und fängt an zu singen. Nach einem kurzen Griff zu meinem iPhone kann ich Willi mit Bläsern unterstützen. Mit viel Spirit hören wir die nächsten Gesänge und gehen steil und locker bergauf. Für mich sehr ergreifend.

Der Pfeil nach Badia Prataglia wird uns heute den Weg weisen.

Au der Höhe am Refugio treffen wir jungen Italiener, die Morgensonne genießend. Im Refugion nur zwei lange Holzbänke. Oh oh … da möchte ich nun doch nicht schlafen wollen.
Jetzt kommt ein herrlicher und lichtdurchfluteter Buchenwald.

… plötzlich stehen zwei große weibliche Rotwild Tiere links von uns. Ich sehe noch in die grpßen braunen Augen, dann springen sie weg.
Auf dem rechten Foto könnt ihr unten mit Zoom und Fantasie noch ein Reh erkennen. Da sie wir doch auch erleichtert, dass nicht die männlichen großen Hirsche vor uns stehen.

Der Buchenwald ist in unserem Pilgerbuch als „mystisch“ beschrieben. Wie gefällt es Euch?

… und jetzt trifft Willi auf seinen Doppelgänger, der den Weg von unten kommt. Spass muss sen – und mit Willi macht es besonders viel Freude !
… jetzt überholen uns die jungen Italiener. „Nur“ mit Tagesgepcä und mit Wanderstäben aus der Natur …
… und mit die italienischen Frauen mit besonderer Power !
… und an einem besonders schönen Platz an der Sonne treffen wir die vier wieder. Sie bieten uns leckere Nüsse und Mandeln an und wir haben ein tolles Gespräch auf englisch. Mein Modell bei T „Not yet retired – but 4 years of Freedom“ finden sie besonders spannend! Sie wünschen uns viel Freude auf dem Weg nach Assisi. Sie 4 müssten wohl morgen wieder arbeiten. Und ich sage auch hier en herzliches „Mille Grazie“

Willi entdeckt einen Schmetterling … und der zeit mir dann stolz seine schönen Flügel.
Bald schon rechts wunderschöne Aussichten. Wir sind jetzt schon auf fast 1.400m Höhe.
… der Weitblick ins Tal und auf diesen Berg, der mich von der Form her an den Tafelberg erinnert. Ich kann mich nicht entscheiden, on hoch oder quer besser wirkt. Also hier beide Varianten.

Jetzt eine gemütliche Mittagspause. An einem heute leer stehendem Tagungshaus finden wir auf der Terasse STühle und Tisch. Käse raus und schon fühlen wir uns sehr wohl!
… und dann können wir auch schon bald den Blick auf das Dorf Badia Prataglia genießen. Unsere 12km waren heute – nach dem steilen Aufsteg – locker und besonders schön. Wir haben uns mit vier Stunden viel Zeit gelassen!
Links am Wegrand sehen wir oben auf einem Felsen Heinrich gemütlich in der Sonne liegen. Er hat hier seine Pause gemacht und er geht jetzt mit uns.
Bei der schönen Pflanze kann uns Heinrich sofort auch den lateinischen Namen nennen. Knabenkraut aus der Familie der Orchideen .. mit besonderer Wirkung für … ? „Mann denke an Knaben und die Form der Pflanze“ 😉

Wir kommen in Badia Prataglia an und suchen uns jetzt eine Herberge. Am 1.Mai sind alle Italiener mit dem langen Wochenende fertig – es sollte also einfach sein. Wir schauen uns 3 Varianten an und entscheiden uns für Nummer Eins.
Später sehen und schmecken wir, dass wir uns gut entschieden haben!

Zum Abendessen setzt sich ein PIlgerer zu uns an den Tisch. Otto aus Wien findet sofort „den Draht zu uns“. Er ist schon oft gepilgert – den Jakobsweg schon von Frankreich und von Portugal aus bis Compostella. Er war auch schon 2x in Tibet.
Wir vier sind uns einig: dieser Franziskusweg hier ist ganz besonders schön in einer traumhaft schönen Landschaft!




…traumhaft, Leo, hier bei Nebel, Dauerregen und 6° in der Eifel Deine Bilder zu betrachten… Ist fast wie mitgehen und dabei sein…. DANKE für die detailreichen Bilder und schöne Schilderungen des Erlebten…
Ich habe eine schöne Webseite mit Pilgern-Zitaten gefunden, die etwas zu „Deinen“ zwei harten Brettern in der Refugio schreibt: :„Der Weg ist immer besser als die schönste Herberge.“ (Miguel de Cervantes, spanischer Schriftsteller, 1547 – 1616) http://www.einfachbewusst.de/2013/07/wander-zitate/
Grüße K.