17Apr26 Franziskusweg Tag 01 – „Ich bin dann mal weg“ – Ankommen in Firenze

Abschied …

Nach kurzer und intensiver Vorbereitung fühle ich mich gut: die Sonne in EUem lacht und mein Schatz schickt mich liebevoll auf meinen Weg. Mein Rucksack wiegt 8kg – das war mein Ziel und ich bin gespannt, wie schwer er sich in den nächsten Tagen noch anfühlen wird. Auch bin ich gespannt, wie weit mich meine Füße tragen werden.

Bus nach EUskirchen

Pünktlich und mit viel Beinfreiheit im Zug nach Köln …


Köln Hbf … direkt mit der S13 weiter zum Flughafen CGN


… und jetzt mein Erlebnis am Flughafen.

Gerd hatte mich gewarnt, dass ich meine Wanderstöcke als Gepäck aufgeben müsse und dass Taschmesser und Nagelclip „gefährlich“ seien. Ich wollte aber gern alles bei mir behalten. Meine Strategie hatte zunächst Erfolg: die Dame bei Eurowings „genehmigt“ meine Stöcke und wünscht mir einen guten Flug. Dann die Durchleuchtung … Stöcke ok … mein Rucksach fährt nach links auf die Sonderspur. Die Dame inspiziert zunächst meine Geräte: Tolino und Klapp-Tastatur … ok. Jetzt der Griff an die Seite, wo ich gezielt das Taschenmesser und den Nagelclip platziert hatte. Beides hätte ich auch abgegeben – wichtig waren mir die Stöcke. Sie nimmt das Messer und geht an mir vorbei zur Polizei. Erst zwei und dann schon bald vier (4) Polizisten und die Security Frau. Dann kommen sie zu mir. Das sei ja ein „Klapp-Messer“. „Ihren Personalausweis bitte!“ Online Abfrage ergibt ok“ – ich bin nicht vorbestraft und nicht verdächtig. Aber das Messer sei es … das müsse jetzt eingezogen im Ordnungamt der Stadt Köln überprüft werden. Der Polizist stellt das Formular aus, das ich als „Betroffener“ unteschreiben darf.

Polizei überprüft mein Messer
Im Dialog mit dem fachkundigen Polizisten stelle ich fest: Taschenmesser mit einer Klinge bis zu 6cm sind erlaubt. Meine Klinge endet bei 6,1 cm – also nur 1mm !! „Aber das ist unsere Vorschrift – und zudem ist es ein mit einer Hand aufklappbares Messer – das fällt sogar unter das Waffengesetz“ – ich glaube nicht richtig zu hören … und ich behalte die Ruhe. Im freundlichen Dialog zeige ich Verständnis, dass die Beiden ja auch nur Ihren Job machen. Freundlicher Abschied. Frau Polizistin wünscht mir eine gute Pilgerwanderschaft!

Vor den Gates sehe ich viele Geschäftsleute im Anzug mit Krawatte. Mein Job … Das waren noch Zeiten 😉  Jetzt genieße ich meine FREIHEIT!

Pünktlicher Abflug und dann wieder das Gefühl „Über den Wolken … muss de FREIHEIT wohl grenzenlos sein!“

FREIHEIT
Neben mir ein junges Paar aus Italien. Ihre Sprache ist wie Musik in meinem linken Ohr. Beim Ruckeln im Steigflug durch die Wolken streichelt er liebevoll Ihe Hand. Dann packt er ein Buch aus und beginnt zu zeichnen. Ich bin begeistert. Es sei nur sein Hobby. Ich darf ein Foto machen.

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… und SIE liest Tolstoi „Krieg und Frieden“. Es sei schwer zu lesen. Italienisch mit vielen Passagen in Französisch. Sie müsse sich sehr konzentrieren. Das wollte ich auch immer schon mal lesen … ein neuer Vorsatz wird in mir wach.

Landung in Pisa nach einer Warteschleife über dem Ligurischen Meer. Anflug auf Pisa mit ersten schönen Eindrücken der Toskana.

… hinten rechts …
Mit dem Bus nach Florenz. Erste Eindrücke von einer schönen Landschaft mit Andrea Bocelli im Ohrhörer. Ich spüre mein Füße sagen: „wann geht’s endlich los!?“


Ankommen in FIRENZE. Ich gehe am Bahnhof an den Gleisen vorbei. Hier sind wir 1975 bei unserer ABI Abschlußfahrt mit dem Zug angekommen. Schöne Erinnerungen !


HOSTEL Archi Rossi. Das gleiche Hostel, in dem auf Gerd vor 6 Jahren war.


Ich gönne mir für die erste Nacht ein Einzelzimmer. Meine erste Etappe wird mit über 1.000m Anstieg schwer – da möchte ich ausgeruht starten.


Mit geleertem Rucksack mein Spaziergang durch Florenz. Viele schöne Erinnerungen, aber irgendwie stören mich die vielen Touristen …

… mal eine andere Perspektive


… und das muss jetzt einfach sein: ein „Natur“ Eisdiele … Tiramisu köstlich lecker


Schlösser … da muss aber noch viel Wasser den Arno runterfließen, bevor wir den Level von Köln erreicht haben 😉


Oh oh … das ist ja ein echter LEO Service … hoffentlich brauche ich den in den nächsten Tagen mal nicht für meine Wanderschuhe !


… und jetzt hat Leo Hunger. Also ab in mein Hostel. Mit Empfehlung von Gerd freue ich mich auf Pizza und Vino Rosso …


… und mindestens so gut wie gehofft schmeckt es mir dann auch !


Pizza, Wasser und 2x Vino Rosso – alles zusammen für 11€

… und jetzt möchte ich meinen Bericht vom ersten Tag beenden und müde ins Bett fallen. Ich freue mich auf morgen, meinen ersten echten Pilgertag.

11 thoughts on “17Apr26 Franziskusweg Tag 01 – „Ich bin dann mal weg“ – Ankommen in Firenze”

  1. Lieber Herr Schmidt, sehr schöne Idee, die zuhause gebliebenen mit Ihren Eindrücken zu beglücken. Schön, dass wir Sie begleiten dürfen. Eine angenehme Zeit mit netten Begegnungen und vielen positiven Eindrücken wünscht Ihnen Annelie Rak

  2. Hallo Leo, kannst Du kurz noch warten. Ich hab nur 7 Sachen, die sind schnell gepackt und dann komm ich mit. – Oder, wart mal, heut sind Regen und 1000 hm angesagt. Ich komm morgen.

  3. Einfach großartig, Leo! Bei Deiner Schilderung hat man das Gefühl dabei zu sein. Aber es ist mehr als ein Reisebericht, Deine Gedanken bringen ganz neue Aspekte. Molte grazie!

  4. Lieber Leo, wie schön, dass wir dich auf diese Weise auf deiner Pilgerreise begleiten dürfen. Pass auf dich auf! Alles Liebe, Angela und Michael

  5. Hallo Leo,
    wünsche Dir eine angenehme Zeit, nette Begegnungen und viele positive Eindrücke.
    Lieben Dank für Deine Einladung zur Teilnahme an Deiner Reise.
    LG
    Hubert

  6. Lieber Leo, Danke das Du uns teilhaben lässt und wir so mit Dir verbunden sind und Dir viel Spaß, tolle Eindrücke, viel Zeit für spannende Gedanken und natürlich Gesundheit und Ausdauer wünschen können!

  7. Hallo Leo,
    es macht sehr viel Spaß und Lust deine Bilder anzuschauen und deine Texte zu lesen. Ich freue mich schon darauf, dich auch in den kommenden Tagen via Blog auf deinem Weg begleiten zu dürfen. Schön das WordPress mir dazu passend Werbung für Uber einblendet

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